FAQ

Häufig gestellte Fragen zu Friction Inserts

Wie funktionieren Friction Inserts?

Friction Inserts von Freudenberg sind mit Hartpartikeln beschichtet. Sobald Kontaktdruck auf die Schraub- und Presssitzverbindung ausgeübt wird, dringen die Hartpartikel in die Oberflächen beider zu verbindenden Bauteile ein. Dadurch entsteht ein Mikroformschluss, der ein Verrutschen der verbundenen Oberflächen verhindert.

Auf welche Materialien können Reibeinsätze aufgetragen werden?

Friction Inserts können auf jede Materialart aufgebracht werden, z.B. Aluminium, kohlefaserverstärkte Kunststoffe und Stahl. Es gibt praktisch keine Einschränkungen.

Kann der endgültige statische Haftreibungskoeffizient im Voraus bestimmt werden?

Der erreichbare Haftreibungskoeffizient hängt immer vom gesamten System ab. Einige Kriterien sind:

  • Materialkombination der Schraubverbindung
  • Oberflächenhärte der verwendeten Materialien
  • Anpressdruck
  • Oberflächenrauhigkeit
  • Korngröße der Hartpartikel
  • Verteilung der Hartpartikel auf den Friction Inserts

Der endgültige Haftreibungskoeffizient kann daher erst nach ordnungsgemäßer Prüfung für die spezifische Verbindung mit Friction Inserts garantiert werden.

Was ist die maximale Betriebstemperatur für die Partikel in der Verbindung?

Die maximale Betriebstemperatur sollte unter 800 °C liegen. Bei kurzen, vorübergehenden Expositionen können die Partikel Temperaturen von bis zu 1.100 °C standhalten.

Welche Partikelgrößen gibt es?

Die Standardteilchengröße beträgt 10/35/55/85/115 µm. Andere Korngrößen sind auf Anfrage erhältlich.

Fügen Friction Inserts eine zusätzliche Toleranz hinzu?

Friction Inserts haben einen so dünnen Trägervliesstoff, dass kein Zwischenraum zwischen den verschraubten Bauteilen entstehen kann. Die Partikel dringen vollständig in beide Oberflächen der Bauteile ein. Wenn die Bauteile unterschiedliche Oberflächenhärten haben, dringen die Partikel tiefer in die Oberfläche mit der geringeren Härte ein.

Können harte Partikel während des Applikationsprozesses oder während der Anwendung verloren gehen?

Dank des speziellen Produktionsprozesses haftet jedes Hartpartikel fest auf dem Trägermaterial, der Vliesstoffoberfläche. Außerdem werden die Zuschnitte nie in der Größe der Bohrlochgeometrie angefertigt, sondern eine Aussparung von circa 1 mm zur gesamten Bauteiloberfläche wird eingehalten.

Welche Kriterien werden bei der Auswahl und Anpassung von Reibeinsätzen berücksichtigt, um die Kundenanforderungen zu erfüllen?

Bei der maßgeschneiderten Konfiguration der Friction Inserts werden die Oberflächenrauheit beider Bauteile, die Materialkombination, mögliche Beschichtungen, den aufgebrachten Anpressdruck und die erforderliche Leistung berücksichtigt.

Sollten Reibeinsätze die gesamte Oberfläche der Bauteile in der Verbindung bedecken?

Oft ist es sinnvoll, Friction Inserts nur in Bereichen mit dem höchsten Anpressdruck einzusetzen. Da Friction Inserts den Bauteilen keine zusätzlichen Toleranzen hinzufügen, ist es nicht erforderlich, den gesamten Anwendungsbereich abzudecken. Aufgrund des Laserschneidprozesses und einer Vielzahl möglicher Formen kann die Form an die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden.

Bieten Reibeinsätze Korrosionsschutz?

Friction Inserts bestehen aus 100 % inerten Materialien und haben daher keinen Einfluss auf das Korrosionsverhalten der Bauteile. Sie sind jedoch nicht als Korrosionsschutz einzustufen.

Haben die Partikel eine bestimmte Orientierung auf dem Trägermaterial, bzw. der Vliesstoffoberfläche?

Die Hartpartikel sind auf dem Vliesstoffträger der Friction Inserts homogen verteilt. Sie haben keine spezifische Orientierung.

Mehr Informationen erhalten

Websites von Freudenberg Performance Materials